Historisches zur Beziehung zwischen Mensch und Pferd

Bereits im alten Orient nutzen die Menschen Reitpferde um beritten Kriege zu gewinnen. Viele nomadische Völker aus Zentralasien und dem Orient entwickelten sich außerdem zu ganzen Reitvölkern. So zum Beispiel die Hunnen, die Mongolen oder die Tataren. Bei den Mongolen handelte es sich ursprünglich um einen Sammelbegriff verschiedener Völker aus Ostasien, unter der Leitung des Kriegsherren Dschingis Khan wurde aus ihnen allerdings ein einheitliches Volk gebildet das heute 85% der Bevölkerung der Mongolei ausmacht. Auch die Hunnen waren ursprünglich eine Sammelbezeichnung für zentralasiatische Reitvölker die ursprünglich ein Leben als Nomaden lebten, aber mit der Zeit immer weiter sesshaft wurden. Im Laufe der Jahrhunderte wanderten sie immer weiter nach Europa vor und waren in viele Kriege in Osteuropa verwickelt.

Ähnlich ist es mit den Tataren, ebenfalls eine Sammelbezeichnung für verschiedene berittene Völker die historisch überwiegend mit negativen Ereignissen in Verbindung gebracht wurden, so wurden die räuberischen und plündernden Truppen von Dschingis Khan in der Vergangenheit ebenfalls als Tartaren bezeichnet.

Aus heutiger Sicht lassen sich viele der zentralasiatischen und orientalischen Reitvölker nur sehr schwer voneinander abgrenzen, besonders da die meisten von ihnen als Nomaden lebten, kam es oft zu Vermischungen und Assimilation der Völker.

 

 

Auch auf dem amerikanischen Kontinent gab es eigentlich eine eigene Art von Pferden, die aber schon in einer recht frühen evolutionären Linie ausstarb, die Pferde die wir aus unserer heutigen Sicht mit den Indianern Nordamerikas in Verbindung bringen, wurden wohl im 18 Jahrhundert von Europäern mitgebracht, einige von ihnen flohen und bildeten eigene Pferdehorden. Diese veränderten das Leben der indianischen Stämme radikal, da die indianischen Stämme in Nordamerika durch die Pferde stark an Mobilität zunahmen und ihnen auch die Jagd erleichtert wurde. So kam es zu einer Völkerwanderung im 18 Jahrhundert und aus den einst sesshaften Völkern wurden immer mehr Nomaden.

 

Doch auch aus der europäischen Geschichte ist das Pferd spätestens seit dem Mittelalter nicht mehr wegzudenken. So bildete sich der Ritterstand erst dadurch heraus, dass adelige Grundherren beziehungsweise Hofbeamte beritten in Kriege zogen und sich so auch mit schweren Rüstungen absichern konnten, die sie zu Fuß nicht hätten tragen können. Insbesondere der Turniersport wurde stark durch Pferde geprägt. Als Reittier bliebt das Pferd aber zunächst dem Adel vorbehalten.

 

Auch in der Landwirtschaft wurde das Pferd von nun an verstärkt eingesetzt und löste mit der Zeit die Ochsen immer mehr ab. Es konnte zum Transport von Waren sowie zum ziehen von Pflügen eingesetzt werden und in Deutschland entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten immer stärker eine systematisch organisierte Pferdezucht heraus. Später wurden Pferde auch verstärkt dazu eingesetzt große Lasten zu tragen, zum Beispiel das ziehen von Brauereiwagen um Bierfässer zu transportieren. Hier setze man vor allem die Kaltblüter ein, also Pferde mit einer sehr hohen Körpermasse und einem ruhigen Temperament, da diese zum einen besser in der Lage waren die Last zu transportieren und zum anderen gutmütiger waren und nicht so schnell gestresst wurden wie die typischen Reitpferde.

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